Jahreshauptversammlung der Einsatzabteilung

01.02.2019 15:05

Vorfreude auf neues Feuerwehrauto

Bericht der Giessener Allgemeinen Zeitung

»Denken Sie an die Rettungsgasse« – diesen Spruch hört man mittlerweile gefühlt bei jeder Staumeldung im Radio. Und tatsächlich berücksichtigen dies viele Autofahrer, sobald sie im Stau stehen. Doch wenn das Auto irgendwo geparkt wird, vergessen einige Fahrer wohl, dass auch dann Feuerwehr und Rettungsdienst vorbeikommen müssen. Wehrführer Thomas Willa kritisierte auf der Jahreshauptversammlung, dass man im August bei einem Einsatz aufgrund so geparkter Fahrzeuge mit dem Löschfahrzeug nicht durchkam. »Im Ernstfall kann es um Menschenleben gehen! Eine Rettungsgasse wird nicht nur auf der Autobahn gebraucht.«

Die Freiwillige Feuerwehr Obbornhofen und ihre 25 Einsatzkräfte blicken auf ein ereignisreiches Jahr zurück. Zunächst konnten sie das neue Löschfahrzeug LF 10 im März abholen. Es wurde mit einer kleinen Party im Dorf begrüßt, die Jugendfeuerwehr winkte mit Wunderkerzen.

Noch bevor das Auto offiziell übergeben wurde, erlebte es seine »Feuertaufe«: Am 27. Mai wurden die Obbornhofener in den Nachbarort zu einem Dachstuhlbrand gerufen. »Was die eingesetzten Kräfte während des noch laufenden Einsatzes erlebten, war bis dahin bei uns noch nicht vorgekommen«, sagte Willa. Weit über 150 Liter Regen pro Quadratmeter fielen binnen weniger Minuten, zahlreiche Keller liefen voll, Straßen wurden überschwemmt.

Dritter Platz beim Kreispokal

Es wurde eine lange Nacht für die Ehrenamtlichen. Die mit dem neuen Fahrzeug angeschafften I-Sauger und Tauchpumpe leisteten dabei gute Dienste. Insgesamt zwölf Einsätze verzeichnet die Statistik für das letzte Jahr – im Januar 2019 wurden die Obbornhofener bereits sechsmal alarmiert.

13 Jugendliche sind derzeit in der Jugendfeuerwehr aktiv, berichtete Patrick Steinke. Beim Kreispokal trat man erstmals seit langer Zeit mit einem Team an und holte den dritten Platz. Zudem veranstaltete man das Knutfest. Die »Firekids« unter Leitung von Marianne Reichhardt übten zusammen mit der Rettungshundestaffel des DRK Gießen und besichtigten das Kreiskrankenhaus. Mit einer Werbeaktion in der Grundschule wurden fünf neue Kinder für die Feuerwehr begeistert.

Stadtbrandinspektor Udo Träger sagte mit Blick auf den Erfolg der Jugendfeuerwehr: »Es gibt keinen Grund, nicht zum Kreisentscheid zu fahren. Wir haben so viele Jugendliche im Stadtgebiet, das können wir auch zeigen.« Er beförderte Kim Moser zur Feuerwehrfrau, Johannes Jäckel und Luca Neugebauer zu Feuerwehrmännern, Klaus-Jürgen Garbotz und Marc Schmidt zu Oberfeuerwehrmännern sowie Jens Reitz zum Löschmeister.
(BERICHT UND FOTO PATRICK DENHARDT)

Stadtbrandinspektor Udo Träger, Feuerwehrfrau Kim Moser, Oberfeuerwehrmann Klaus Garbotz, Löschmeister Jens Reitz, Feuerwehrmann Johannes Jäckel, Wehrführer Thomas Willa, Oberfeuerwehrmann Marc Schmidt (v.l.n.r.)

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