Kommersabend 02.04.2011
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Bericht aus dem Giessener Anzeiger

Als Preußens Gloria durch den Saal ertönte. . .

05.04.2011 - OBBORNHOFEN

Freiwillige Feuerwehr Obbornhofen startete mit Festkommers in Jubiläumsjahr - Langjährige Mitglieder ausgezeichnet

(ivi). „Preußens Gloria“ - begleitet von dieser Musik ging Landrätin Anita Schneider zum Mikrofon. Als Bürgermeister Klaus Peter Weber auf die Bühne ging, ertönten die „Alten Kameraden“. Und den Weg des Ortsvorstehers Willy Zimmers und den der Vertreter der Feuerwehren begleitete „Hurra, Hurra die Feuerwehr ist da“.

Die Idee, die Grußworte, die das Programm des Kommersabends anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Freiwilligen Feuerwehr Obbornhofen bestimmten, musikalisch aufzulockern, hatte Klaus Jäckel, der den Abend in wechselnden Feuerwehruniformen moderierte.

Doch zuvor begrüßten Vorsitzender Jens Albach und Wehrführer Thomas Willa die zahlreich erschienen Gäste. Sie alle hatten sich zur ersten Veranstaltung im Jubiläumsjahr im Bürgerhaus eingefunden.

Als Erste am Mikrofon betonte Landrätin Anita Schneider, dass sie gerne die Schirmherrschaft für das Jubelfest übernommen habe, da sie hier Frauen und Menschen treffe, die sich nicht scheuen, ihr Leben für die Sicherheit des Nächsten auf das Spiel zu setzen. Mit der Gründung einer Jugendgruppe habe man 1963 die sechste im Landkreis und die 16. in Hessen geschaffen und damit vorausschauend den Fortbestand gefördert.

Mit einem Scheck des Landkreises, der aber erst gedeckt sei, wenn der Regierungspräsident den Kreishaushalt genehmigt habe, dankte sie den Verantwortlichen der Feuerwehr. Für Weber sind 75 Jahre Feuerwehr 75 Jahre Ehrenamt, Gemeinschaft und Tradition. Mit der Gründung der Pflichtwehren auf dem Land habe man für die Sicherheit der Menschen auch in den Dörfern gesorgt. So gehöre all jenen, die sich in den 75 Jahren engagiert haben, volle Anerkennung.

„Unser Blick sollte in die Zukunft gerichtet sein“, so der stellvertretende Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Stefan Becker. Im Zeitalter der neuen Medien müssten neue Wege gefunden werden, auch junge Menschen für das Ehrenamt in der Feuerwehr zu gewinnen.

Kreisbrandinspektor Mario Binsch sprach von den schwierigen Zeiten, die im Gründungsjahr und auch nach dem Krieg für die engagierten Wehrleute zu meistern waren. Heute, so Binsch, stehe man vor dem Problem der Tageseinsatzbereitschaft, da viele Wehrleute nicht mehr vor Ort arbeiten. Umso wichtiger sei es, die Jugend als Nachwuchs zu gewinnen.

Unter dem Tönen des „Bayerischen Defiliermarsches“ schritt Hungens Stadtbrandinspektor Ernst-Richard Pleyer zum Rednerpult, um zum letzten Mal in seiner Amtszeit, die am 8. April endet, als Stadtbrandinspektor Glückwünsche zu übermitteln. Sein Wunsch sei es, nachdem es in Hungen und den Stadtteilen Jugendfeuerwehren gibt, diese mit „Minis“ zu erweitern.

Zimmer gratulierte auch im Namen der Ortsvereine. Als Überraschung hatte er ein Plakat mit einer witzigen Karikatur von Jens Albach gestaltet, das den Vorsitzenden genervt von den Vorbereitungen des Festes zeigt. Ganz im Sinn der Ökumene gratulierten gemeinsam Pfarrer Johannes Fritzsche aus Obbornhofen und sein katholischer Amtskollege aus Wölfersheim, Wolfgang Kaiser.

Das Thema Ehrenamt stand im Mittelpunkt von Christel Gontrum, die als Vorsitzende des Bezirksvereins der Landfrauen die Glückwünsche übermittelte. Schließlich standen noch Ehrungen auf dem Programm. Schneider zeichnete im Namen des Ministerpräsidenten Ottmar Kammer aus. Er erhielt das Brandschutzehrenzeichen in Gold für 40 Jahre aktiven Dienst. Die Auszeichnung in Silber ging an Heiko Hahn und an Ortwin Glockengießer für ihre 25-jährige aktive Dienstzeit.

Langjährige Vereinsmitglieder wurden von Albach und Willa ausgezeichnet. 50 Jahre gehören Werner Groß, Erwin Koch, Werner Leschhorn, Willi Walter und Werner Zulauf dem Verein an. Sie wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. 40 Jahre Mitglied sind es bei Erhard Becker, Edmund Bommersheim, Rüdiger Kammer, Ottmar Rauh und Ottfried Rösner, 25 Jahre bei Ortwin Glockengießer und Heiko Hahn.

Der Festkommers endete mit einem Blick in die Chronik und der Vorführung des Image-Films der Feuerwehr. In einer Fotoausstellung im Foyer des Bürgerhauses konnten sich die Besucher ein Bild vom Wandel der Feuerwehr in den vergangenen 75 Jahren machen.


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