Die Geschichte der Feuerwehr Obbornhofen
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Das Feuerlöschwesen in Obbornhofen

(Aus der Festschrift zum 50 jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Obbornhofen 1986)

Feuerwehren gehören zum Allgemeingut einer jeden selbstbewussten Gemeinde. Auch unsere Vorfahren machten sich diesen Vorsatz zu eigen. Schon 1893 schlossen sich unsere Väter in der Pflichtfeuerwehr zusammen. Was vorher einem gemeinschaftlichen Selbstschutz diente, wurde jetzt durch die Gründung der Pflichtfeuerwehr durch Erfassung aller männlichen Einwohner zum Dienst eines jeden zum Wohle der Gemeinschaft. Jahraus, jahrein erfüllten die Männer ihren Dienst in der Feuerwehr, sie zogen in den 1. Weltkrieg und erfüllten ihre Pflicht für das Vaterland. Viele kehrten aus dem Felde nicht mehr zurück. Aber die,die das Schicksal verschonte, schlossen sich in der Heimat wieder gemeinsam mit den jüngeren Jahrgängen zusammen, um den Dienst in der Feuerwehr fortzuführen.

Vor 50 Jahren, am 24. April 1936, entschlossen sich 36 Pflichtfeuerwehrmänner, eine Freiwillige Feuerwehr zu gründen. Sie folgten damit dem Wunsche des damaligen Bürgermeisters Karl Kammer sowie Kreisbrandinspektor Bouffier, der die Gründungsversammlung leitete. Zum Wehrführer wählte man den seitherigen Kommandanten der Pflichtfeuerwehr Robert Hahn. Zu seinem Stellvertreter wählten die Mitglieder Albert Leschhorn. Bedingt durch das große Interesse an der gemeinsamen Sache zeigte sich ein guter Ausbildungsstand. Bei den alljährigen Inspektionen fand Kreisbrandinspektor Bouffier nur Worte des Lobes. An Einsatzgeräten besaß die Wehr einen Hydrantenwagen sowie eine Handdruckspritze. Die Anschaffung einer Tragkraftspritze 8/8 mit Anhänger im Jahre 1941 brachte der Wehr neue Aufgaben der Ausbildung. Maschinistenlehrgänge wurden absolviert, um mit der Bedienung und Wartung vertraut zu werden. Inzwischen war der 2. Weltkrieg ausgebrochen. Wieder zogen die wehrpflichtigen Jahrgänge in den Kampf. Vorwiegend ältere Männer und Jünglinge versahen den Dienst in der Feuerwehr. Durch die Bombenangriffe hatte die Wehr noch größere Aufgaben zu erfüllen. Nach dem totalen Zusammenbruch im Jahre 1945 war das Feuerlöschwesen für die ersten Nachkriegsjahre stark beeinträchtigt, weil durch Gesetz der Militärregierung jegliches Vereinsleben verboten war.

Erst im Jahre 1948 gelang es einigen Wehrmännern mit Unterstützung der Gemeindeverwaltung, unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Erich Henzel, die Freiwillige Feuerwehr nach alter Tradition neu aufzubauen. In Anwesenheit des Kreisbrandinspektors Becker wählte man Rudolf Henzel zum Ortsbrandmeister und zum Stellvertreter Helmut Kammer. Bedingt durch eine heimtückische Krankheit konnte Brandmeister Rudolf Henzel seine Dienstgeschäfte nicht mehr erfüllen. Somit leitete der Stellvertreter Helmut Kammer den Dienst und die Geschäfte der Wehr bis zur Wahl des Vorstandes. Im Auftrag des Herrn Landrats wurde Helmut Kammer von Bürgermeister Henzel zum Ortsbrandmeister ernannt. Als stellvertretender Ortsbrandmeister wurde Richard Leschhorn bestätigt. Im Jahre 1954 trat Helmut Kammer aus beruflichen Gründen als Ortsbrandmeister zurück; an seine Stelle wählte man Richard Leschhorn. Zum neuen Stellvertreter wählte die Versammlung Heinrich Lauber.

Am 15. Mai 1955 konnte die Wehr auf dem Schulhof zur Bannerweihe schreiten. Unter Mitwirkung aller örtlichen Vereine und Schulklassen fand dieses kleine Fest einen schönen Verlauf.

Um den Ausbildungsstand zu erhöhen, teilte man die Wehr in zwei Abteilungen ein. Das Ziel der Ausbildung ist der „Einheitsfeuerwehrmann“, der im Einsatz ohne große Verzögerung jede Funktion zu übernehmen versteht. Bedingt durch Neuzugänge wird diese Art der Ausbildung auch in Zukunft so bleiben, um eine zuverlässige und schlagkräftige Wehr zu erhalten.

Im Jahre 1957 stellte Richard Leschhorn sein Amt als Ortsbrandmeister aus geschäftlichen Gründen zur Verfügung. Einstimmig wählten die Anwesenden der Jahreshauptversammlung Gustav Leschhorn zum neuen Ortsbrandmeister. Abgesehen von zwei kleineren Bränden in den Jahren 1957 und 1961 kam die Wehr in unserem Dorfe nicht zum Einsatz.

Für über 10jährige Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr ehrte der Ortsbrandmeister 15 Wehrmänner bei der Generalversammlung 1958 mit Ehrennadeln.

Seit Bestehen der Pflicht- und Freiwilligen Feuerwehr alarmierte man durch Signalisten. Diese Art der Alarmierung reichte zu einem geschlossenen Einsatz nicht aus. Durch Beschluß der Gemeindebehörde unter Vorsitz von Bürgermeister Valentin Möbus konnte eine Alarmanlage auf dem Rathaus angebracht werden.

Anläßlich der Jahreshauptversammlung im Jahre 1959 ernannte Kreisbrandinspektor Hahn die Oberfeuerwehrmänner Ewald Kammer, Erwin Miltenberger und Robert Reitz zu Löschmeistern. Dem Gerätewart überreichte Ortsbrandmeister Gustav Leschhorn für 40jährige Tätigkeit eine Ehrenurkunde.

Am 19. April 1959 fand der Frühjahrsverbandstag der Feuerwehren des Kreises Gießen in unserer Gemeinde statt. Mit einer Schauübung auf langer Wegstrecke unterstützt von den Nachbarwehren Hungen und Bellersheim zeigten wir eine Gemeinschaftsübung in der Bahnhofstraße. Die Wettkampfübung des Jahres wurde von einer Gruppe unserer Wehr auf dem Schulhof mit Erfolg vorgeführt.

Getreu dem Wahlspruch „Gott zu Ehr, dem Nächsten zur Wehr“ war die Zusammenarbeit der Wehren bei dem Großbrand in Bettenhausen am 08.10.1959. Im Brandeinsatz beteiligten sich einige Männer unserer Wehr. Auf Anordnung von Ortsbrandmeister Blei, Bettenhausen, hatte die Freiwillige Feuerwehr Obbornhofen Bereitschaft. Auch die Nachtbrandwache übernahm unsere Wehr.

Im Jahre 1960 wurde von der Freiwilligen Feuerwehr Heldenbergen ein Mannschaftswagen angeschafft. Allen Feuerwehrmännern, die viele freie Stunden nutzten, das Fahrzeug auch für die Unterbringung der TS. 8/8 einschließlich Zubehör auszubauen, sei besondere Anerkennung gezollt.

Nach erfolgreicher Tätigkeit im Dienste der Allgemeinheit seit ihrer Gründung im Jahre 1936 konnte die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Obbornhofen vom 10. bis 12. Juni 1961 ihr 25jähriges Jubiläum feiern.

Das Jahr 1961 begann für die Kameraden mit Planung und der Vorbereitung für dieses Fest, das so gefeiert wurde, wie es sich für eine Wehr ziemt. Zu diesem Anlaß spielte am Kommersabend die Musikkapelle der Bundeswehr (II. Musikkorps aus Kassel).

Um auf den Ernstfall besser vorbereitet zu sein und ihm wirkungsvoller begegnen zu können, entschloß sich die FFW, eine neue Pumpe anzuschaffen. Im September 1962 wurde die neue TS 8/8 gekauft. Durch ihre Handhabung ist sie leichter zu bedienen, und die Störanfälligkeit ist kleiner.

Die Gemeinde Obbornhofen hatte mit dem Bau der neuen Mehrzweckhalle begonnen; die Einweihung erfolgte am 31.08.1963. Aus diesem Anlaß wurde auch das Feuerwehrgerätehaus mit dem dazugehörigen Schlauchturm, dem neuen Wahrzeichen Obbornhofens, an die Wehr übergeben. Damit wurde ein neuer, wichtiger Markstein in der steten Aufwärtsentwicklung unserer FFW erreicht.

Im selben Jahr konnte die Wehr auch eine Jugendgruppe aufstellen. (Eine Jugendgruppe hat die Möglichkeit, in das Feuerwehrwesen Einblick zu erlangen und bei Übernahme in die Einsatzabteilung mit den gelernten Kenntnissen sich zu bewähren.) Unsere Jugendgruppe war die sechste im Kreis Gießen und im Land Hessen die 16. Gruppe. Diese Gruppen waren in den Wehren intern geführt und erst später in dem Deutschen Feuerwehrband (DFV) organisiert und als selbständige Organisation innerhalb der FFW anerkannt.

Der Anfang der 60er Jahre war für die FFW Obbornhofen ein neuer Umbruch in der Struktur und Aktivität des Feuerwehrwesens. Der Feuerwehrverband hat die Stellung der Freiwilligen Feuerwehr in der Öffentlichkeit anerkannt. Sie ist die einzige Organisation in der kleinsten Gemeinde, die bei Notfällen abrufbereit ist und sofortige Hilfeleistung geben kann. Dies bedeutete für die Feuerwehrmänner eine zusätzliche Belastung an das Wissen eines jeden Einzelnen: Der Feuerwehrmann musste die Schulbank drücken. Die Lehrgänge häuften sich, und das Wissen musste nicht nur im Brandschutz verbessert und vervollkommnet werden, sondern auch für Maßnahmen in „Erster-Hilfe“ und technischer Art bei Unfällen und Katastrophen. Dies führte für jeden Feuerwehrmann (und heute auch die FW-Frau) zu einer zusätzlichen Belastung für sich und die Familienangehörigen. Auch unsere Feuerwehrmänner mussten diese Lehrgänge besuchen. So begann die neue Aera der Freiwilligen Feuerwehr!

Ebenfalls am Anfang der 60er Jahre hat die FFW Obbornhofen das Blutspenden organisiert und mit Erfolg durchgeführt. Zweimal musste sich die Wehr in diesem Jahr im Ernstfall bewähren: Sie konnte beide Brandherde durch ihre „Schlagkraft“ im Keim ersticken. Die Wehr zählte an die 33 Mann, die einsatzfähig waren.

Am 11.01.1964, bei der Generalversammlung, trat Heinz Kunert anstelle des Stellvertretenden Ortsbrandmeisters Heinrich Lauber ein. Bei der Generalversammlung am 13.03.1965 wurde Herr Bürgermeister Erich Henzel für seine besonderen Verdienste um die Belange unserer FFW zum Ehrenmitglied ernannt. Die Feuerwehren der Nachbargemeinden haben erkannt, dass es wichtig ist, bei Großbränden die Nachbarwehren zur Mithilfe alarmieren zu können. Am 19.09.1965 fand in Trais-Horloff eine Gemeinschaftsübung des Löschbezirks 7 statt. Es waren beteiligt: Bellersheim, Hungen, Inheiden, Steinheim, Trais-Horloff und unsere Wehr.

Am 14.02.1966 mußte die Wehr erneut zur Brandbekämpfung gerufen werden. Ein Stall brannte ab, aber die anliegenden Gebäude blieben dank des geschulten Einsatzes der Wehr verschont. Auf der Generalversammlung am 19.02.1966 wurden für 25jährige Mitgliedschaft folgende Wehrmänner geehrt: Richard Leschhorn, Heinrich Lauber, Erwin Miltenberger, Helmut Groß, Albert Wolf, Willi Eisenhuth, Richard Block, Paul Kammer, Helmut Kammer, Heinz Becker, Paul Leschhorn.

Am 06.06.1966 nahm die Gemeinde, und besonders betroffen war die Wehr, Abschied von Altbürgermeister Karl Kammer. Er war der Initiator und Gründer der Freiwilligen Feuerwehr Obbornhofen.

In diesem Jahr wurde die Wehr an einen Feldscheunenbrand gerufen, der durch eine Brandstiftung verursacht wurde. Die Männer waren rechtzeitig am Einsatzort. Das Feuer jedoch war stärker, und die Scheune brannte samt Inventar nieder.

Auf der Generalversammlung am 11.03.1967 bedankte sich Herr Bürgermeister Henzel für den Einsatz der Feuerwehr. Er bat die Männer für das kommende Jahr um Mithilfe bei der 1200-Jahrfeier der Gemeinde und gab auch das Versprechen für die Anschaffung eines Gruppenlöschfahrzeugs. Das neue Gruppenlöschfahrzeug LF8 wurde am 02.07.1967 an die Wehr übergeben. Damit wurde die Wehr mit einem der modernsten Fahrzeuge ausgerüstet. Die 1200-Jahrfeier fand vom 15. bis 17. Juli 1967 statt. Die Männer der Freiwilligen Feuerwehr haben an der Gestaltung und Vorbereitung des Festes tatkräftig mitgewirkt. Wir waren stolz, dass das neue Gruppenlöschfahrzeug auf diesem Fest gezeigt werden konnte. Die „Schlagkraft“ der Wehr war nun noch besser und auch leistungsfähiger geworden.

Ihren Ausbildungs- und Leistungsstand konnte unsere Wehr bei einem Großbrand im Nachbarort Berstadt unter Beweis stellen. Dies geschah am 21.04.1968. In Juni wurde unsere Wehr nach Wohnbach gerufen. Hier kamen wir nicht zum Einsatz.

Auch im Jahre 1969 war unsere Wehr aktiv. Die Übungen verliefen sehr zufriedenstellend. Der Einsatz in der Kälbergasse am 02.04.1969 war für die Wehr ein großer Erfolg. Der Brand wurde schnell eingedämmt. Auf die Feuerwehrmänner und ihre Ausbildung konnte man stolz sein.

Auf Wunsch von Kreisbrandmeister Wolff (Gambach Wetteraukreis) nahm eine Gruppe unserer Wehr mit dem LF8-Löschfahrzeug an einer Waldbrandübung teil. Eine Wegstrecke von 5000 m, die von Kirch-Göns in den Gambacher Wald führte, musste bewältigt werden, und wir wurden auch als lobenswert erwähnt, da unser Einsatz mit Funkgeräten geleitet wurde.

Am 11.12.1969, um 15.45 Uhr, alarmierte uns die Wehr aus Wohnbach zu einem Großbrand. Dank der guten Ortskenntnis und der ausgezeichneten Zusammenarbeit mit der FFW-Wohnbach konnten die Löscharbeiten ohne Zeitverlust aufgenommen und der Brand eingedämmt werden.

Auf der Generalversammlung am 31.01.1970 wurden für ihre 25jährige Mitgliedschaft folgende Wehrmänner geehrt: Karl Bommersheim, Richard Emmel, Helmut Emmel, Kurt Groß, Artur Henzel, Oswald Henzel, Arnold Litt, Richard Litt, Heinz Ruppel, Heinz Garbotz, Ernst Kammer, Ewald Kammer, Robert Kammer, Willi Kammer, Walter Weil, Erich Leschhorn und Robert Reitz.

Das Jahr 1970 war ein ruhiges Jahr für die Wehrmänner. Erst in diesem Jahr wird die Jugendfeuerwehr (die Jugendgruppe wurde 1963 gegründet) in den Kreis Gießen gemeldet. Die Jugendfeuerwehr hat die Aufgabe, interessierte Jugendliche im Rahmen der Jugendarbeit auszubilden und an die Einsatzabteilung heranzuführen, von der sie im Alter von 17 Jahren übernommen werden können. Die Jugendfeuerwehr hat sich bis zum heutigen Tag bewährt.

Der Fortschritt in der Bautechnik, die Verwendung chemischer Kunststoffe sowie andere moderne Ausstattung im Haushalt machen dem Feuerwehrmann eine Brandbekämpfung ohne spezielle Atemschutzgeräte schwer. Um den Feuerwehrmann vor Rauchvergiftung zu schützen, hat die Gemeinde Obbornhofen der Wehr 4 Atemschutzgeräte der Firma Welz zur Verfügung gestellt. Somit war es der Feuerwehr möglich, einen noch effektiveren Brandschutz zu leisten als bisher.

Nach 17jähriger Tätigkeit hat G.Leschhorn sein Amt als Ortsbrandmeister und 1.Vorsitzender der FFW-Obbornhofen am 26.04.1973 niedergelegt. Als sein Nachfolger wurde am 23.05.1973 Willi Walter gewählt.

Ihr 40jähriges Bestehen hat die Freiwillige Feuerwehr Obbornhofen am 09.10.1976 mit einem Kommersabend und Ehrungen für 25jährige und 40jährige Vereinszugehörigkeit gefeiert. Für 25jährige Vereinszugehörigkeit wurden geehrt: Heinz Schuld, Kurt Kammer, Werner Kammer, Hans Rudolf Kammer, Gustav Leschhorn, Ernst Ruppel, Erwin Weiser, Friedel Weiser, Artur Bommersheim, Paul Zirzelmeier, Werner Müller, Rudolf Riedel, Heinz Kunert, Oswald Henzel und Kurt Groß.Für 40jährige Vereinszugehörigkeit wurden geehrt: Hermann Groß III., Otto Henzel, Erich Henzel, Willi Bommersheim, Otto Bommersheim, Hugo Hahn, Rudolf Leschhorn, Willi Jakob, Reinhold Glockengießer, Willi Kammer I., Albert Hahn, Otto Zimmer und Willi Ruppel.

Durch die politischen Reformen in Hessen wurden die kleinen Gemeinden zu Großgemeinden zusammengefasst. Die Gemeinde Obbornhofen wurde am 01. Januar 1977 in die Großgemeinde Hungen integriert. Das hatte zur Folge, dass auch die Feuerwehr neu strukturiert wurde. Alle Gemeinde-Feuerwehren wurden an die Stadtwehr angegliedert, mit einem Stadtbrandinspektor als Kommandanten aller Gemeindewehren. Der Ortsbrandmeister fungierte als Wehrführer. Der Vorteil dieser Eingliederung ist, dass auf dem Feuerwehrstützpunkt ein größerer spezieller Fahrzeugpark und eine größere Ausrüstung den Gemeindewehren auf Abruf zur Verfügung stehen.

Anläßlich der Vorstandswahlen auf der Generalversammlung am 18.03.1979 wurde Gustaf Leschhorn zum 1.Vorsitzenden und Gerhard Reitz um 2.Vorsitzenden gewählt. Durch interne Zwistigkeiten trat Gustaf Leschhorn am 12.02.1979 zurück. Für ihn trat als Wehrführer Walter Harmert ein. Am 10.03.1979 wurde W.Harmert zum 1.Vorsitzenden gewählt.

In diesem Jahr wurde der Feuerwehr ein Raum neben dem Gerätehaus als Schulungsraum zur Verfügung gestellt, der in Eigenleistung ausgebaut wurde.

Die Jugendfeuerwehr konnte einen Grillplatz am Sportplatz bauen, der noch heute von ihr verwaltet und gewartet wird.

Bei der Jahreshauptversammlung wurden für 25jährige Zugehörigkeit geehrt: Hugo Glockengießer, Gerhard Ruppel, Armin Hahn, Günther Wolff und Willi Weber.

Am 08.01.1983, auf der Jahreshauptversammlung, wählten die Anwesenden einen neuen Vorstand. 1.Vorsitzender wurde Hans-Jürgen Pissulla, zum 2.Vorsitzenden wurde Gerhard Reitz gewählt. Dieser Vorstand amtiert heute noch.

Im letzten Quartal 1983 hatten wir eine Werbeaktion „Sei Mitglied in der Wehr“ durchgeführt. Es wurden auch die Frauen im Ort angesprochen, doch es meldeten sich leider nur zwei Damen, die sich zur aktiven Mitarbeit in der FFW Obbornhofen verpflichteten. Sie besuchten den Grundlehrgang und die Funkunterweisung mit Erfolg. Sie nahmen an allen Übungen und Einsätzen teil und leisteten die Arbeit, die jeder Feuerwehrmann leisten muß. Der Hochwasser-Einsatz im Frühjahr 1984 in Gießen z.B., war eine Leistung, die jede Frau und jeden Mann gefordert hat. Nach dem Motto: „Einer für alle, alle für einen“ konnten wir den Einsatz gut meistern.

Wenn eine Feuerwehr die vielseitigen Einsatzerfordernisse in der heutigen Zeit jederzeit schnell und erfolgreich bewältigen soll, so setzt dies eine enorme Bereitwilligkeit der Feuerwehrmänner und –frauen zum ständigen Übungsdienst und eine gute Geräteausstattung voraus. Wie die Vergangenheit gezeigt hat, ist beides bei unserer Wehr vorhanden. Die Wehr bedankt sich für die insgesamt erbrachten Leistungen bei der Gemeinde und bei all den anderen freiwilligen Helfern, die unsere FFW in irgendeiner Weise bisher unterstützt haben.

Nach dem derzeit noch gültigen „Hessischen Brandschutzhilfeleistungsgesetz“ vom 05.10.1970 sind alle gesunden männlichen Staatsbürger vom vollendeten 16. bis zum 60. Lebensjahr zum Dienst in der Feuerwehr verpflichtet, soweit die erforderliche Einsatzstärke einer Freiwilligen Feuerwehr nicht ausreicht.

Wie jedoch aus den vorstehenden Aufzeichnungen zu ersehen ist, haben sich seither immer wieder genug freiwillige junge Bürger für den Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr Obbornhofen eingefunden, „um allen Menschen in Gefahrensituationen – selbst bei eigener Gefährdung- tatkräftig zu helfen“. Wir hoffen, dass dies auch in Zukunft so sein wird und rufen alle gesunden jungen Menschen zum Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren auf.

Unser Feuerwehrdienst steht, wie einst in den Gründungsjahren, auch heute noch unter dem Wahlspruch:

„Gott zur Ehr´, dem Nächsten zur Wehr!“